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Therapie der Diabetes

Dass die Anzahl der Diabetespatienten in den letzten 30 Jahren anstieg, löste auch eine Suche nach einem Heilmittel aus. Die Pharmaindustrie zeigte zwar hunderte verschiedene Medikamente und synthetisches Insulin auf, doch der Erfolg lag nur bei 60-65% und daran hat sich auch heute nichts geändert. Die operativen Therapiemethoden der Diabetes sind generell weiterentwickelte Versionen der Adipositaschirurgie. Die vom italienischen Chirurg Nicola Scopinaro entwickelte Biliopankreatische Divertion gehört dazu. Sogar bei dieser Methode, die zu 98% den Diabetes aufhob, hatte einen aus Patientensicht großen Fehler. Die operierten Patienten mussten lebenslang Vitaminpräparate einnehmen. Sie waren vom Insulin befreit, mussten aber Vitaminpillen schlucken. Die hoffnungsbringende Nachricht für Diabetes Typ II Patienten, kam von einem Chirurg aus Brasilien.

Dr. Auero De Paula, hat im Jahre 1985 mit einer Operation namens “Ilealen Interposition“ die Erfolgsrate der Therapie von Diabetes auf 95% erhöht. Außerdem konnten die Patienten nach den ersten 6 Monaten auch ohne Vitaminpräparate ein normales Leben weiterführen. Nach den ersten 6 Monaten konnten die Patienten ohne Medikamente für ihren Blutzuckerspiegel, ihr Leben gesund weiterführen. Dieser Erfolg wurde bis jetzt durch kein Medikament erreicht. Die Ileale Interposition ist weltweit bis zum heutigen Tage die erfolgreichste Therapie für Diabetes Typ II. Diese Operation bringt nicht nur die Diabetes unter Kontrolle, sondern auch den diabetesbedingten Bluthochdruck, das Kribbeln in Händen und Füßen, offene Beine, Nierenprobleme, Schlafapnoe, Herzgefäß-und Leberschäden, Nierenfunktionsprobleme, hoher Cholesterin-und Triglyzeridspiegel verschwinden entweder gänzlich oder verbessern sich sehr. Obwohl die Operation weithin für die Verbesserung der Diabetes bekannt ist, das eigentliche Ziel ist das metabolische Syndrom. Darum wird der Eingriff „Metabolische Chirurgie“ genannt. Diese weltweit nur von 8 Chirurgen durchgeführte Operation besteht aus 3 Phasen. In der ersten Phase wird, der für das Hungerhormon Ghrelin verantwortliche, obere linke Teil des Magens entfernt. Mit diesem Eingriff wird beabsichtigt, die Insulinresistenz zu durchbrechen und das Erreichen einer kontrollierten Gewichtsabnahme der Patienten. Der entfernte Teil des Magens ist nicht groß. Die Gewichtsreduktion erfolgt nicht durch die Verkleinerung des Magens, sondern durch die Änderung des hormonellen Systems. Dadurch unterscheidet sich die Operation von den Adipositaseingriffen. Die Patienten verlieren nicht unkontrolliert an Gewicht, sondern verlieren es gesund und nähern sich ihrem gesunden BMI. Inder zweiten Phase werden Magen und Zwölffingerdarm getrennt, sprich der Nahrung verschlossen. Somit wird verhindert, dass die Nahrung, mit den Hormonen, die dem Insulin entgegenwirken, zusammenkommt. Außerdem wurde festgestellt, daß dieser Eingriff einen positiven Einfluß auf den Bluthochdruck hat. Die dritte und letzte Phase ist, daß ein Stück aus dem letzten Teil des Dünndarms anstelle des Teils vom Zwölffingerdarm gesetzt, mit dem Magen verbunden und dem anderen Ende wieder mit dem Dünndarm verbunden wird. Daher auch der Name des Eingriffs. Um die genaue Wirkung zu verstehen sollte man sich der Bauchspeicheldrüse widmen. Die Bauchspeicheldrüse schüttet zwei Hormone, Insulin und Glokagon aus. Das Insulin ist ein Schlüssel, damit der Zucker in die Zellen gelangt. Ohne Insulin kommt kein Zucker in die Zelle und kann nicht in Energie umgewandelt werden. Das Glukagon ist ein Hormon, das den Insulinspiegel kontrolliert. Somit fällt unser Blutzuckerspiegel nicht zu sehr und bleibt innerhalb der Normalwerte. Das von der Bauchspeicheldrüse ausgeschüttete Glukagon kommt an die Zellrezeptoren und verhindert den Eingang von Insulin in die Zelle. Insulin, das von den Diabetikern sowieso nicht genutzt werden konnte, wird zusätzlich vom Glukagon verhindert und vergrößert somit die Last des Zuckers auf den Stoffwechsel. Wie kann man das Glukagon unter Kontrolle bringen? Die Antwort liegt am Ende unseres Dünndarms, in einem sehr besonderen 70 cm langen Abschnitt. Die Aufgabe des Dünndarms ist gegen die generelle Annahme nicht nur eine Absorption der Lebensmittelinhalte. Eine weitere Aufgabe des Dünndarms ist es mit Hormonen den Stoffwechsel in Balance zu halten. Das in diesem Teil des Dünndarms ausgeschüttete Hormon GLP1 ist sehr wichtig für Diabetiker. GLP1 ist eine Abkürzung für Glucagon Like Peptid 1. Wie der Name schon sagt, es ist dem insulinregulierenden Glukagon sehr ähnlich doch es gibt einen Unterschied: GLP1 dockt an den Rezeptoren an, jedoch verschliesst es die Rezeptoren nicht wie Glukagon. Die Zellen erkennen das GLP1 wie Glukagon doch kann das Insulin einfach von der Zelle aufgenommen werden. Mit der Ilealen Interposition – Methode wird dieser spezielle Teil genommen und direkt am Magenausgang anstelle des Zwölffingerdarms angebracht. Dass die hormonellen Insulingegner nicht mehr mit Nahrung konfrontiert werden, dass die Nahrung am Magenausgang direkt in den Darmabschnitt kommen wo GLP1 ausgeschüttet wird – löst die Produktion von Insulin aus und ermöglicht es, dass die Zellen das Insulin auch benutzen können.

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