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Schlafapnoe

Diese Reportage wurde in der Februarausgabe der Medikal Plus Zeitschrift veröffentlicht.

Wenn die Schlafapnoe ein metabolisch bedingtes Problem ist, liegt die Lösung in der „Metabolischen Chirurgie“
Alper Çelik, Zuständiger der Metabolischen Chirurgie im Deutschen Krankenhaus hat eine metabolische Chirurgie – Lösung für das Problem der Schlafapnoe. Die Atmungsaussetzer während des Schlafes sind für Grund für Schlafstörungen und kann tödliche Folgen haben. Die Schlafapnoe hat metabolische Gründe kann, mit der vor kurzem in der Türkei eingesetzten Metabolischen Chirurgie Methode behandelt werden. Doz.Dr. Alper Çelik, Zuständiger der Metabolischen Chirurgie im Deutschen Krankenhaus hat unsere Fragen zur Lösung des Problems der Schlafapnoe beantwortet:
Wir wussten dass Sie mit der Metabolischen Chirurgie die Diabetes Typ II therapieren. Wie profitieren die Patienten mit einer Schlafapnoe von der Metabolischen Chirurgie?
Die Metabolische Chirurgie ist hauptsächlich bei der Diabetes des metabolischen Syndroms und den restlichen Komponenten wirksam. Das eigentliche Ziel ist natürlich die Kontrolle der Diabetes Typ II und alle damit verbundenen Organschäden; Bluthochdruck, Störungen des Fettstoffwechsels und die Schlafapnoe kann mit der metabolischen Chirurgie behandelt werden.

Ist das mit einer Adipositas Operation nicht möglich?

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Ja. Aber die Adipositas Chirurgie wird momentan mit dem Body Mass Index (BMI) eingegrenzt. Bei Menschen mit einem BMI unter einem bestimmten Wert kann es zu ernsten Ernährungs-und Absorptionsproblemen kommen. Das eigentliche Ziel ist der Gewichtsverlust oder Gewichtskontrolle. Bei der Metabolischen Chirurgie ist die Verbesserung der Komponenten sekundär, nicht primär. Bei metabolischen chirurgischen Eingriffen, speziell bei Ilealen Interpositionseingriffen ist die Operation auch bei Patienten mit einem BMI unter 35 erfolgreich. Ausserdem ist der BMI auch kein ausschlaggebendes Kriterium. Wichtig ist was die klinischen Werte und das Labor sagen. Jeder Patient hat einen eigenen Stoffwechsel. Während bei einem Patienten 50 Kg zu keiner Stoffwechselstörung führen, kann bei einem anderen Patienten schon 9-10 Kg Übergewicht verheerende metabolische Folgen haben

Ist die Schlafapnoe eine Stoffwechselstörung?

Der häufige Grund der Schlafapnoe sind anatomische Fehlformationen und Stoffwechselstörungen. Das grösste Problem ist das Übergewicht. Die Mehrheit der Patienten hat eine grosse Masse Flüssigkeit und Fettgewebe, das wiederum ein Ödem der Schleimhäute verursacht. Was hier betonen möchte ist, sogar bei Patienten die eine schwere Diabetes oder ein metabolisches Syndrom aber kein grosses Gewichtsproblem haben, also deren BMI unter 35 liegt, die Schlafapnoe ein grosses Problem darstellen kann. Adipositas Operationen sind für diese Patienten nicht passend. Metabolische Chirurgie Eingriffe jedoch, besonders die Ileale Interposition, kann lebensrettend für sie sein.

Was ist eine Schlafapnoe, was kann sie für Folgen haben?

Der Grund einer Schlafapnoe ist das Aussetzen des Atmens während des Schlafs und bewirkt Schlafstörungen. Man kann die Schlafapnoe als eine Unterbrechung der Luft im Schlaf für mindestens 20 Sekunden und für unter 20 % definieren. Aufgrund dieser Atmungsunterbrechungen sinkt der Sauerstoffanteil und der Kohlendioxidanteil steigt. Die als eine der gefährlichsten Krankheiten unserer Zeit zählende Schlafapnoe kann, falls keine Maßnahmen getroffen werden, für den Patienten tödlich sein. Die Gesellschaft ist sich dessen leider nicht bewusst wie ernste Folgen es haben kann. Die meisten Patienten mit eine Schlafapnoe gehen nicht zum Arzt, weil sie entweder die Krankheit nicht ernst nehmen oder es sich nicht bewusst sind. Atmungsaussetzer (Apnoe) oder das Sinken der Atmungsanzahl (Hypopnoe) kann sich im Schlaf hunderte Mal wiederholen und nur ein kleiner Teil wird von Angehörigen bemerkt. Aus diesem Grund und deren Folgen wird die Schlafapnoe als „schleichende Krankheit“ bezeichnet.

Wie entwickelt sich eine Schlafapnoe?

Das Autonome Nervensystem besteht aus zwei Komponenten: dem sympathischen und parasympathischen System. Das sympathische System steigert die Herzrate und die Einatmungsanzahl. Während des Tages ist es aktiv und verlangsamt die Verdauung. Das parasympathische System verlangsamt unsere Herzrate, senkt die Einatmungsanzahl und regt die Verdauung an – es ist während unseres Schlafes aktiv. Unser Körper ermüdet tagsüber und erholt sich während des Schlafes; das sympathische System fährt herunter, die Aktivität des parasympathischen Systems steigt. Aber wenn in den Atmungswegen eine Verstopfung vorhanden ist, wenn man schnarcht – kann man sich nicht erholen und das tagsüber aktive sympathische System bleibt auch während des Schlafes aktiv. Im Endeffekt erholt sich das System nicht und wie jedes System wächst es und erweitert seine Kapazität oder bricht ein. Menschen mit einer Schlafapnoe erholen sich nachts nicht. Das Herz, die Lunge und Atmungswege arbeiten zu viel. Der Patient wacht müde auf. Weil die Schweißdrüsen zu viel Leistung erbracht haben, ist das Kissen nass. Mit der Zeit vergrössern sich die Wände des Herzmuskels um die Belastung auszugleichen. Es entsteht eine Lungen-und Herzinsuffizienz.

Warum entsteht eine Schlafapnoe?

Die Entstehung einer Schlafapnoe hat 3 Hauptgründe: 1. Anatomische Probleme (Probleme beim Aufbau der Nase, des Gaumens oder des Rachens), 2. Neurologische Krankheiten, 3. Metabolische Gründe. Der häufigste Grund sind metabolische Gründe. Das metabolische Syndrom und seine Komponenten treten meistens bei männlichen Patienten im mittleren Alter und älter, auf.
Übergewicht, Flüssigkeitsüberfluss, der Flüssigkeitsaustausch zwischen unterschiedlichen Bereichen des Körpers spielt eine wichtige Rolle beim Grad der Krankheit. Gewichtsverlust scheint in den meisten Fällen die Symptome zu verringern, der Verlust des Flüssigkeitsumfangs erleichtert auch den Druck auf Herz und Lunge.

Wie wird eine Schlafapnoe diagnostiziert?

Die Frühdiagnose der Schlafapnoe wird meistens von Verwandten (meistens des Ehepartners) festgestellt. Es wird bemerkt, dass die Atmung während des Schlafes aussetzt und unterbrochen wird. Der Patient schnarcht sehr laut. Darauf folgen Schlaftests und mit Untersuchungen im Schlaflabor wird die Diagnose der Schlafapnoe festgestellt.

Wer wird gegen eine Schlafapnoe behandelt?

Die Schlapnoe alleine ist keine Krankheit, sie ist ein wichtiges Signal. Es zeigt uns dass der Widerstand des Atmungsweges hoch ist. Das kann anatomische, neurologische und metabolische Gründe haben. Meistens ist der Grund metabolisch bedingt und die Patienten haben Übergewicht. Bei einem Patienten dessen Schlafapnoe nicht anatomisch oder neurologisch bedingt ist sondern festgestellt wurde dass es einen metabolischen Hintergrund hat, gibt es ein paar alternative Therapien um den Druck in den Atmungswegen zu verringern. Eine Alternative sind Schlafmasken. Dazu muss die Lebensweise und dem Verhalten geändert werden, Diät und Sport ins alltägliche Leben eingegliedert werden. Doch die metabolisch bedingte Schlafapnoe wird am besten radikal mit der bariatrischen Chirurgie (Adipositas Chirurgie) und metabolischen Chirurgie behandelt. Bei der bariatrischen Chirurgie ist das eigentliche Ziel die Gewichtskontrolle. Bei der metabolischen Chirurgie jedoch ist es das Ziel speziell die Diabetes und das metabolische Syndrom und deren Komponenten zu behandeln. Nach den Operationen ist da Fettegewebe unter den Atmungswegen weniger, der Flüssigkeitsüberfluss des Körpers ausgeschieden und somit das Herz und die Lunge entlastet.

Wer wird meistens in ihrer Klinik behandelt?

In unserer Klinik werden meistens Therapien, die auf der metabolischen Chirurgie basieren angewandt. Unsere Patienten haben alle einen schweren Diabetes. Aber 10-15% sind auch von einer schweren Schlafapnoe betroffen. In unseren klinischen Anwendungen ist der BMI kein primäres Kriterium. Wichtig ist es, herauszufinden welches der metabolischen Syndrom Komponenten schwerwiegender ist und auf lange Sicht auf den Lebensstandart eine wichtige Rolle spielt. Die Operation bringt nicht nur einen Gewichtsverlust, Gewichtskontrolle und darausfolgende Senkung des Widerstandes der Atmungswege, sondern verringert gleichzeitig auch des Flüssigkeitsgehalt im Körper und den exzessiven Flüssigkeitsaustausch zwischen den Körperteilen. Der Name der Operation ist „Ileale Interposition“.

Was sind die technischen Details der Operation?

Die Operation beinhaltet den Magen, Zwölffingerdarm und Dünndarm und wird laparaskopisch durchgeführt. Jeder Schritt der Operation hat einen hormonellen Hintergrund. In Endeffekt wird die Insulinresistenz und Hormone die für den Hunger verantwortlich sind, unterdrückt und Hormone die das Sättigungsgefühl bestimmen, angeregt. Die Operation dauert ca.4-4,5 Stunden. Der Patient wird 1 Tag vor dem Eingriff aufgenommen und 5-6 Tage nach der Operation wieder entlassen. Danach ruhen sich die Patienten für 1 Woche zuhause aus. Normalerweise können die Patienten nach 15 Tagen wieder arbeiten.

Wie profitiert der Patient von der Operation?

Die „Ileale Interpositions“ – Operation bewirken einen Rückgang bei den Komponenten des metabolischen Syndroms. Ausserdem erleichtert es die Last der Durchblutung und Lunge und verringert die Flüssigkeit. Patienten die eine Schlafmaske für die Schlafapnoe benutzen brauchen die Maske nach 3-4 Wochen nicht mehr. Verbesserungen des Herzmuskels, Gefäße des Herzens und der Lunge sind anhängig vom Grad der Krankheit. Nach der Operation verbessert sich der Zustand der Organe deutlich, die während der Krankheit irreparable Schäden hatten.

Diabetes und die Operationspsychologie
Der Teil zu „Diabetes und Operationspsychologie“ ist noch unter Bearbeitung

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