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Körperpflege

Fusspflege

Diabetes ist sein Jahrhunderten eine der grössten Gesundheitsprobleme der Gesellschaften. Mit neuern Therapien und Angehensweisen kann man den Blutzuckerspiegel unter Kontrolle gehalten werden und somit sind tödliche Komplikationen wie Ketoazidose und Hypoglykämie äusserst selten. Der Diabetes ist nicht heilbar, doch kann man mit Fürsorge diese chronische Krankheit unter Kontrolle halten. Obwohl der Blutzuckerspiegel unter Kontrolle gehalten wird, sind die Komplikationen auf längerem Zeitraum unausweichlich. Abhängig vom Patienten sind verschiedene Komplikationen zu erwarten. Die meisten sind Durchblutungsstörungen. Die Adern sind wie gestärkt und hart, die Blutelemente können ihre Funktionen nicht ausführen. Abhängig vom geschädigten Organ entstehen verschiedene Krankheitsprofile. Nephropathie an den Nieren, Retinopathie an den Augen, Neuropathie an Händen und Füssen oder ein diabetischer Fuss sind manche davon. Abhängig vom Land sind meist 6-7% der Bevölkerung vom Diabetes betroffen. Bei Indianern in Amerika kann dieser Wert bis 50-60% ansteigen. Krankenhausaufenthalte von Diabetikern sind zu 20% fussbedingt. 50-70% der Fussamputationen stellen Diabetiker dar. Bei Patienten deren Zeh amputiert wurde, ist das Risiko einen zweiten Zeh innerhalb von 2 Jahren zu verlieren 50%. Nur 30 % der Diabetiker haben keine Fussprobleme und nur bei 15% entstehen keine Wunden.
Der Diabetische Fuss entsteht aus diesen 3 Hauptgründen:
1- Gefäßerkrankungen (Angiopathie)
2- Veränderungen der Blutchemie (Hemoreologisch)
3- Störungen der peripherischen Nerven (Neuropathie)
Früher wurde angenommen dass die Kapillaren der Diabetiker degeneriert sind und deswegen Wunden entstehen und diese nicht verheilen. Nach Forschungen stellte es sich heraus dass diese Annahme falsch. Diese Patienten haben Probleme mit der Durchblutung, doch liegen diese Probleme nicht in den kleinen sondern in den grossen Adern. Die Aderverstopfungen an den Diabetischen Füssen entstehen generell in den grossen Adern, hinter dem Knie. Darum sollte man bei diesen Patienten diese Adern mit einer farbigen Doppler-Ultraschalluntersuchung oder einer Angiographie bewerten. Falls der Durchlauf genügt und die Funktion problemlos läuft, ist der Hauptgrund der Wunde nicht die Ader.
2- Bei Diabetikern sind wie in allen Systemen die Blut-und Immunsystemzellen teilweise geschädigt. Die Blutzellen sind verhärtet, passieren schwerer die Kapillaren und daraus folgt die Schädigung der Sauerstoffversorgung. Der Schaden an den Immunzellen, führt zu vermehren Infektionen.
3- Diabetische Neuropathie: Nebst all diesen Faktoren ist die Diabetische Neuropathie der Grund für die Wunden an den Füssen. Die Nerven laufen durch das Rückenmark der Wirbelsäule, zu den Füssen und Händen. Sie müssen durch manche anatomisch enge Wege passieren, zB. am Ellbogen (kubital) und am Handgelenktunnel (Karpal). An den Füssen ist dies der Tunnel am Fußgelenk (tarsal) wo die meisten Nerven eingeengt werden. Manche Menschen haben von Natur aus engere Tunnel oder es ist extra Muskelmasse vorhanden und sind aus diesem Grund anfälliger für Nervenquetschungen. Diabetiker jedoch haben aus zwei Gründen sehr viel öfter dieses Problem.
Die Nervensensibilität der Diabetiker liegt primär an dem Schwellen der Nerven. Glykose, die in das Nervengewebe eindringt, verwandelt sich in Sorbitol. Die chemische Eigenheit von Sorbitol ist es Wasser aufzunehmen und das Nervengewebe schwellt mit diesem Wasser an. Die Hypothese dass ein angeschwellter Nerv in einem schon engen Tunnel Druck ausgesetzt wird, ist nicht neu. Der zweite Grund für diabetische Nerven ist, dass das Transportsystem gestört ist. Normalerweise wird die Kommunikation zwischen der Nevenspitze und dem Nervenkörper mit den in den chemischen Substanzen enthaltenen Tubulin gewährleistet. Bei Diabetikern ist dieses System gestört. Falls ein Nerv durch eine Einklemmung beschädigt ist, wird für die Reparatur über dieses System das nötige Material geliefert. Wenn aber das Transportsystem gestört ist, kann es sich nicht selber regenerieren und ein leichter Druck kann schon schwere Folgen haben. Bei Diabetikern kann die Neuropathie in vielen verschiedenen Formen auftreten, doch meist ist die Steifheit der Füsse und danach der Hände. Generell haben die Patienten in den Finger-und Zehenspitzen ein Taubheitsgefühl und Kribbeln. Diese Symptome sind erst manchmal vorhanden und später dauerhaft. Diese Störungen werden immer grösser und stören schliesslich den Schlaf und lösen Schlafstörungen aus – man fühlt nicht mehr dass der Schuh drückt oder wie heiss das Wasser ist. Ausserdem verlieren Hände und Füsse an Kraft. Der Fortschritt der Neuropathie führt zu Schmerzen und Gefühlsverlusten – die Muskeln werden nicht mehr stimuliert und es entsteht Muskelschwund. Dies führt zu Deformationen. Die Nervenschäden führen zu klauenartigen Verformungen von Händen und Füssen. Diese Deformation konzentriert sich die Last auf den Füssen auf den Metacarpus (Mittelhandknochen). Diese Last führ zu Wunden. In den letzten Phasen senkt sich die Fusssohle und nimmt die Form eines Schaukelstuhls an. Ein Fuss in diesem Zustand kann jederzeit eine Wunde entwickeln und diese Wunde ist in dem Fall nicht mehr heilbar.

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